Einführung in die künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft
Künstliche Intelligenz bietet bahnbrechende Vorteile für das Wachstum in der Immobilienbranche. Ein Großteil der Immobilienmakler nutzt bei der Entscheidungsfindung Datenpipelines und Algorithmen – ein Ansatz, der beeindruckende Ergebnisse liefert. Im Immobiliensektor stellt das Informationsmanagement das wichtigste Anwendungsgebiet für KI dar. KI-Tools unterstützen sämtliche Akteure der Branche – darunter Investoren, Asset-Manager, Makler und Verkäufer – und steigern dabei die Effizienz.
Darüber hinaus führen KI-Lösungen zu Kosteneinsparungen, da Unternehmen weniger Personal einstellen müssen. Sie können einen Großteil ihrer Betriebsabläufe automatisieren. Durch die Automatisierung der Immobilienverwaltung macht KI eigene Teams für die Objektverwaltung überflüssig.
Künstliche Intelligenz
Unter künstlicher Intelligenz versteht man intelligente technologische Werkzeuge. Diese verfügen über ein ausreichendes Maß an Wahrnehmungsfähigkeit, um aus ihrer Umgebung zu lernen. Dadurch werden auch Prozesse und Entscheidungsvorgänge optimiert.
Werkzeuge der künstlichen Intelligenz können eigenständig lernen, planen, Zusammenhänge erfassen und sich selbst korrigieren. Auf diese Weise sparen sie Zeit und Ressourcen. Die Klassifizierung künstlicher Intelligenz gestaltet sich wie folgt: Es handelt sich um Programme, die kognitive und manuelle Aufgaben automatisieren können. Sie bewältigen dabei sowohl Routineaufgaben als auch nicht routinemäßige Tätigkeiten.
- Unterstützung und Erweiterung der Intelligenz: Entwickelt, um Sie bei fundierteren Entscheidungen zu unterstützen.
- Intelligente Autonomie: Reduziert die Notwendigkeit menschlicher Eingriffe durch die Automatisierung der Entscheidungsfindung.
In der Immobilienbranche können KI-Lösungen dazu beitragen, die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und die betriebliche Effizienz zu steigern.
Wie künstliche Intelligenz in der Immobilienbranche von Nutzen ist
Optimieren Sie die Immobiliensuche Ihrer Kunden.
Hauskäufer haben die Möglichkeit, mithilfe verschiedener Kriterien nach Immobilien zu suchen – etwa nach Standort, Preis, Wohnfläche, Anzahl der Schlafzimmer usw.
Dies ist möglich, seit Immobilienangebote online verfügbar sind. Doch selbst bei einer Einschränkung der Suche auf diese Parameter bleibt oft eine Vielzahl von Optionen, die in Betracht gezogen werden können. Zudem kann dieses Vorgehen dazu führen, dass ansonsten geeignete Immobilien herausgefiltert werden, weil sie die festgelegten Kriterien nicht erfüllen.
KI analysiert das Suchverhalten einer Person und gewinnt ein präziseres Bild davon, wonach diese sucht. Zudem haben maschinelles Lernen und KI diesen Prozess deutlich weniger frustrierend gestaltet.
So kann Zillow beispielsweise die Suchdaten eines potenziellen Hauskäufers mit denen ähnlicher Käufer verknüpfen. Daraus wird eine Liste von Immobilien erstellt, nach denen die Interessenten aktiv gesucht haben. Anschließend werden ihnen weitere Immobilien vorgeschlagen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Dies funktioniert ähnlich wie die Buchempfehlungen von Amazon für Kunden.
Unternehmen haben Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt, die als dialogorientierte Schnittstellen zu Kunden fungieren. Sie können sowohl einfache als auch komplexe Fragen beantworten – etwa: „Hat das Haus einen Pool?“, „Wie viele Autos passen in die Garage?“ oder „Wie groß ist die Garage?“ – oder auch Auskunft darüber geben, ob eine Immobilie beispielsweise über einen Garten hinter dem Haus verfügt.
Solche Plattformen können zudem weiterführende Informationen liefern, etwa ob sich Bäume im Garten befinden.
Makler sollten in der Lage sein, vielversprechende Kundenkontakte zu erkennen.
KI ist zudem ein nützliches Instrument, das Makler dabei unterstützt, ihre idealen Kunden zu identifizieren. So kann beispielsweise die Plattform von Zillow Hunderte von spezifischen Datenpunkten erfassen. Diese ermöglichen es, ernsthafte Kauf- und Verkaufsinteressenten von Personen zu unterscheiden, die sich lediglich unverbindlich über Immobilien informieren.
Um Kontakte zu identifizieren, die eine intensivere Interaktion mit dem Makler pflegen, setzen einige Systeme Verfahren der natürlichen Sprachverarbeitung (Natural Language Processing) ein. Diese unterscheiden zwischen Interaktionspunkten von hohem Wert – etwa dem direkten persönlichen Austausch – und solchen von geringerem Wert.
Diese Methode der präzisen Identifizierung unterstützt spezialisierte Makler – etwa Experten für bestimmte lokale Gebiete. Zudem hilft sie ihnen dabei, die Auswahl potenzieller Kunden einzugrenzen, die zu ihrer Nische oder ihrem geschäftlichen Schwerpunkt passen.
Auch Programme wie „Premium Broker Flex“ von Zillow profitieren vom maschinellen Lernen. Das System identifiziert zuverlässig einen hohen Anteil an Kunden, die unmittelbar auf der Suche nach einem Makler sind. Die generierten Leads sind so präzise vorqualifiziert, dass Makler erst bei erfolgreichem Geschäftsabschluss dafür bezahlen müssen.
In Zukunft könnte ein Makler das CRM seines Unternehmens nutzen, um einen Roboter zu beauftragen, Kundentermine telefonisch zu vereinbaren. Dies kann zudem in jeder beliebigen Sprache erfolgen. Alternativ können Makler bei einer Besichtigungsveranstaltung auf einen zweisprachigen Roboter treffen, der als Übersetzer fungiert.
Voreingenommenheit bei der Rekrutierung von Agenten beseitigen
KI und maschinelles Lernen verschaffen Maklern einen Wettbewerbsvorteil im Rekrutierungsprozess. KI ermöglicht tiefgehende Marktanalysen und identifiziert Bereiche, in denen die Nachfrage besonders hoch oder bisher unzureichend bedient ist und in denen künftiges Wachstum erwartet wird. Mit neuen Mitarbeitern können Makler und Teamleiter in diese Bereiche expandieren.
Ein weiterer Vorteil von Computersystemen ist der Wegfall emotionaler Voreingenommenheit. Dies erleichtert es Maklern, die passenden Agenten zu finden, die sie beim Ausbau ihrer Nische unterstützen. Zudem haben Meta-Analysen gezeigt, dass Algorithmen Menschen bei Einstellungsentscheidungen überlegen sind.
Persönlichkeit und kulturelle Passung sind Faktoren, die menschliches Urteilsvermögen erfordern. Bei der Betrachtung der bisherigen Leistung eines Mitarbeiters kann jedoch eine gründliche, objektive Analyse das Rätselraten beenden.
Verbesserungen des Transaktionsprozesses
Maschinelles Lernen sorgt für schnellere Abschlusszeiten, intelligentere mobile Apps, zuverlässige Compliance-Prüfungen, detaillierte Berichte und Funktionen zur automatischen Dateneingabe. Zudem werden manuelle Dateneingaben und Fehler reduziert. Dies unterstützt Makler und Teams dabei, ihren Kunden ein absolut reibungsloses und für beide Seiten überraschungsfreies Erlebnis zu bieten. KI liefert intelligente, aussagekräftige Berichte, die Maklern und Teams helfen, ihre Leistung zu bewerten.
Schätzungen und Marktwerte prognostizieren
KI-Technologie kann Makler und Vermittler zudem dabei unterstützen, den zukünftigen Wert einer Immobilie in einem bestimmten Markt besser vorherzusagen. Die Verknüpfung von CRM- und Marktplatzdaten wird das Immobiliengeschäft verändern. So könnte das System beispielsweise Daten aus verschiedensten Quellen zusammenführen – etwa zu Verkehrsanbindungen, lokaler Kriminalität, Schulen und der Marktaktivität.
Die meisten Käufer betrachten ein neues Eigenheim als Investition. Eine präzisere Prognose der Wertentwicklung kann ihnen bei einer solch großen Anschaffung mehr Sicherheit und ein beruhigendes Gefühl geben.
Durch den Vergleich mehrerer Immobilien entwickelt ein Startup eine KI, die künftige Mietpreise präzise vorhersagen kann. Sie ist in der Lage, künftige Markttrends und Anomalien zu erkennen sowie Arbitrage-Chancen zwischen Angebotspreisen und Marktpreisen zu nutzen.
Verschiedene Anwendungen der künstlichen Intelligenz in der Immobilienbranche
Es unterstützt Makler bei der Generierung von Leads.
Kunden schwärmen oft von Häusern, die sie sich nicht leisten können, während Immobilienmakler von ihren idealen Kunden träumen. Zillow verfügt über ein ausgefeiltes CRM-System, das Tausende von Faktoren analysiert. Es unterscheidet zwischen tatsächlichen Kunden und Personen, die lediglich an einem Hauskauf interessiert sind.
Darüber hinaus kann der Algorithmus ermitteln, welche Art von Immobilie der Kunde sucht. Dies spart Maklern Zeit und Mühe, da sie gezielt mit Kunden zusammenarbeiten können, die zu ihren jeweiligen Spezialgebieten passen.
Es erleichtert die Immobilienbewertung.
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der KI ist ihre Fähigkeit, die Zukunft „vorherzusagen“. Die Immobilienbranche ist ein Sektor, der mit hohen Risiken, aber auch hohen Ertragschancen verbunden ist. In dieser Branche ist die Fähigkeit, Ergebnisse zu prognostizieren, von entscheidender Bedeutung. Wer KI nutzt, um Veränderungen bei Mieten und Verkaufspreisen vorherzusagen oder den optimalen Zeitpunkt für einen Hausverkauf zu bestimmen, verschafft sich einen unerwarteten Wettbewerbsvorteil.
Zu den bekanntesten KI-gestützten Anwendungen und Softwarelösungen für die Immobilienverwaltung gehören solche, die sich auf Investitionen konzentrieren. SkylineAI nutzt beispielsweise prädiktive Analysen, um den Wert von Immobilien präzise zu ermitteln. Das Unternehmen greift dabei auf einen der wichtigsten Datenpools der Branche zu – ein Faktor, der maßgeblich zu seinem Erfolg beigetragen hat.
Wir verändern unsere Herangehensweise an die Kreditvergabe
Hypothekendarlehen sind datenintensiv und machen einen wesentlichen Teil des Immobiliensektors aus. Um bei der Kreditvergabe eine Chance zu haben, müssen Kunden Kontoauszüge, Bonitätsnachweise, Einkommensnachweise und eine Vielzahl weiterer Unterlagen vorlegen. Dieser Prozess ist für beide Seiten zeitaufwendig: Kunden haben Mühe, die Informationsflut zu bewältigen, während Kreditgeber sämtliche Daten prüfen und verifizieren müssen.
Angesichts der extrem hohen Immobilienpreise ist im Hypothekengeschäft kein Raum für Fehler. Aktuell kommen auf dem Kreditmarkt OCR-Systeme zum Einsatz, die es Kreditgebern ermöglichen, Daten aus den Unterlagen der Kreditnehmer auszulesen.
Leider sind die meisten Unterlagen unstrukturiert, weshalb die OCR-Verarbeitung auf eine menschliche Überprüfung angewiesen ist. Beim sogenannten „Desktop Underwriting“ kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, um diese Dokumente zu lesen. Die KI trifft eine vorläufige Entscheidung, bevor die Unterlagen an die zuständigen Sachbearbeiter weitergeleitet werden.
Auch wenn dieses automatisierte Verfahren den menschlichen Anteil am Prozess nicht immer vollständig ersetzt, beschleunigt es den Ablauf erheblich.
Dabei spielt es keine Rolle, wie Sie Ihre Immobilie finanzieren oder wie viel Sie für Ihr Objekt bezahlen; letztlich sind es die Mitarbeiter, die den entscheidenden Faktor darstellen. Wird das Objekt nicht ordnungsgemäß verwaltet, führt dies zwangsläufig zu Frustration bei der Belegschaft.
Wie Investoren von künstlicher Intelligenz in der Immobilienbranche profitieren können
Hilfe bei der Entscheidungsfindung erhalten
Wir haben diesen Punkt bisher nur gestreift, doch seine Vertiefung ist entscheidend. Bestimmte Tools der künstlichen Intelligenz (KI) nutzen Wetteranalysen, um Empfehlungen für die aktuelle oder künftige Überprüfung von Vermögenswerten zu geben. Für Investoren ist dieses Wissen von entscheidender Bedeutung. Vor der Abgabe eines Angebots kann es Ihnen helfen einzuschätzen, ob die betreffenden Güter Ihren Anforderungen entsprechen. Zudem lässt sich daraus ableiten, welchen Ertrag Sie erzielen können.
Verschaffen Sie sich einen Wettbewerbsvorteil
Prädiktive Analysen sparen Ihnen nicht nur langfristig Geld, sondern bringen Sie auch voran. Zudem kann ein KI-Tool Sie dabei unterstützen, sich ein realistisches Bild von der Immobilienprüfung zu machen und festzulegen, welches Angebot Sie unterbreiten möchten. Sie können detaillierte Vorschläge ausarbeiten und anschließend in die eigentliche Angebotsphase übergehen, in der mehrere Angebote abgegeben werden.
Automatisierter Anlageprozess
Auch bei der Umsetzung einer Ankaufstrategie und der laufenden Verwaltung von Immobilienbeständen kann KI unterstützen. Ein intelligentes CRM-System hilft Immobilienmaklern bei der Abwicklung ihrer Transaktionen. Es trägt dazu bei, Fehler zu reduzieren, und unterstützt zudem bei der Verwaltung und Investition von Vermögenswerten. Von der Dateneingabe bis hin zur Mietverwaltung bietet die Automatisierung vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten.
Abschluss
Angesichts der großen Aufmerksamkeit, die der KI zuteilwird, ist offensichtlich, dass diese Technologie die Zukunft der Immobilienbranche maßgeblich prägen wird. Zudem bietet die Fähigkeit, riesige Datenmengen zu erfassen, zu analysieren und daraus zu lernen, das Potenzial, die Arbeitsweise von Maklern effizienter und effektiver zu gestalten. Makler können strategischer agieren, und Kunden werden in die Lage versetzt, den Kauf- oder Verkaufsprozess mit deutlich weniger Unsicherheit zu durchlaufen.
Unternehmen müssen ihre langfristigen Ziele definieren und die erforderlichen Daten erheben. Auch die Zusammenarbeit ist von Bedeutung, da der Datenaustausch für den Erfolg der Branche entscheidend ist. Wer dabei auch ungewöhnliche Indikatoren – wie etwa die Nähe zu wichtigen Orientierungspunkten – berücksichtigt und KI-Verfahren einzusetzen weiß, wird sich einen Vorsprung verschaffen.




