Die Cloud-Branche entwickelt sich durch das Aufkommen neuer Technologien und Verfahren rasant weiter. Zudem herrscht ein starker Wettbewerb, da täglich neue Anbieter auf den Markt drängen. Amazon Web Services und Microsoft Azure sind die beiden Spitzenreiter auf dem Cloud-Markt. Dennoch weisen beide Anbieter diverse Unterschiede auf – von den angebotenen Diensten bis hin zu den Preismodellen. Cloud-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, effizienter zu arbeiten, da sie Daten orts- und artunabhängig nutzen können, ohne dabei den Datenschutz zu vernachlässigen. Dies sind die Gründe für das strategische Wachstum von Cloud-Plattformen.
Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen vergleichen häufig die Kosten der von ihnen genutzten Plattformen. In diesem Blogbeitrag vergleichen wir die Preisgestaltung von AWS und Azure im Detail, um es Lesern und Marketingverantwortlichen zu erleichtern, Cloud-Dienste passend zu ihrem Budget und den jeweiligen Plattformkosten auszuwählen.
Erklärt: Preisstrukturen von AWS und Azure
AWS und Azure nutzen ein nutzungsbasiertes Preismodell („Pay-as-you-go“), wobei AWS stundenweise und Azure minutenweise abrechnet. Die meisten Dienste von AWS und Azure sind On-Demand-Angebote, die diesem nutzungsbasierten Prinzip folgen; es gibt jedoch auch einige Optionen für reservierte Ressourcen.
Zu den unterstützten Betriebssystemen beider Cloud-Plattformen gehören Linux, Microsoft Windows, macOS, iOS, Android usw. Die Kosten variieren je nach System. Im Folgenden finden Sie einen umfassenden Preisvergleich zwischen AWS und Azure:
On-Demand-Dienste:
Azure berechnet für On-Demand-Dienste auf Linux-Systemen für allgemeine Zwecke – einschließlich 4 CPUs und 16 GB Arbeitsspeicher – 0,1670 $ pro Stunde. Im Vergleich dazu verlangt AWS für das gleiche Angebot 0,1856 $ pro Stunde.
On-Demand-Dienste von Azure unter Windows für allgemeine Zwecke (mit 4 CPUs und 16 GB Arbeitsspeicher) kosten 0,5970 $ pro Stunde, während AWS für eine vergleichbare Ausstattung 0,8560 $ pro Stunde berechnet.
Die speicheroptimierten On-Demand-Dienste von Azure für Windows-Plattformen kosten 0,8500 $ pro Stunde; Amazon Web Services verlangt für ein identisches Angebot hingegen 0,9520 $ pro Stunde.
Reservierte Dienste:
Die Preismodelle von AWS und Azure für reservierte Instanzen unterscheiden sich von denen für On-Demand-Instanzen. Beide Plattformen bieten Reservierungen für einen Zeitraum von einem oder drei Jahren an.
Bei Azure betragen die Kosten für reservierte Linux-Instanzen mit einer Laufzeit von drei Jahren 0,0701 US-Dollar pro Stunde. Bei AWS liegen die Kosten für eine entsprechende dreijährige Reservierung bei 0,0705 US-Dollar pro Stunde.
Für Windows-Instanzen belaufen sich die Kosten bei einer dreijährigen Reservierung auf 0,2507 US-Dollar pro Stunde bei Microsoft Azure und auf 0,3253 US-Dollar pro Stunde bei AWS.
Preismodelle für Speicherlösungen:
Die Preisstrukturen von AWS und Azure unterscheiden sich bei den Kosten für Speicher. AWS berechnet 0,230 $ für die ersten 50 TB Speicher für häufigen Zugriff, während Azure für dieselbe Menge 0,208 $ verlangt. Für das Volumen zwischen 50 TB und 500 TB berechnet AWS 0,220 $, wohingegen die Speicherkosten bei Azure bis zu 500 TB bei 0,200 $ liegen.
Die Kosten für Speicher mit seltenem Zugriff sowie für Archivspeicher betragen bei Azure 0,0125 $ beziehungsweise 0,0020 $. AWS berechnet für vergleichbare Speicheroptionen 0,0125 $ und 0,0040 $.
Kosten für Block-Speicher:
Bei den Preisen für Block-Storage-Lösungen gibt es Unterschiede zwischen AWS und Azure. Für Festplatten (HDD) berechnet AWS 0,045 $ pro GB, während bei Azure Kosten von 0,05 $ anfallen.
Für Solid-State-Drives (SSD) verlangt AWS 0,10 $ pro GB; im Vergleich dazu liegen die Kosten bei Azure für denselben Speichertyp bei 0,153 $ pro GB.
Die Entwicklung des Cloud-Computing:
Datenanalyse und -verwaltung waren die treibende Kraft hinter der Entwicklung des Cloud-Computing zu seiner heutigen Leistungsfähigkeit. Die Anfänge reichen jedoch bis in die 1950er Jahre zurück, als das Konzept verteilter Systeme an Bedeutung gewann. Damals war für alle verteilten Systeme noch ein gemeinsamer geografischer Standort erforderlich.
In den 1980er Jahren entstand das Cluster-Computing, bei dem die einzelnen Clustersysteme über ein gemeinsames Netzwerk mit hoher Bandbreite miteinander verbunden wurden. Nach und nach kamen Grid-Computing und Virtualisierung hinzu. Schließlich entwickelte sich das Cloud-Modell hin zu einer serviceorientierten Architektur, die flexible und kosteneffiziente Werkzeuge bereitstellt.
Ein weiterer Entwicklungsschritt war das sogenannte Utility Computing, das Infrastrukturen nach dem „Pay-per-Use“-Prinzip (nutzungsbasierte Abrechnung) förderte. Aktuellen Angaben zufolge nutzen weltweit 94 % der Unternehmen Cloud-Computing-Dienste, um Datenverwaltung und -verteilung zu optimieren.
Zusammenfassung der Preisgestaltung von AWS und Azure!
Dank des nutzungsbasierten Preismodells können Anwender die Cloud-Dienste von AWS und Azure in Anspruch nehmen und nur für die tatsächlich genutzten Leistungen bezahlen. Um ein Tool effektiv einzusetzen, ist das Verständnis der Preisstrukturen unerlässlich.
Informieren Sie sich anhand des obenstehenden Preisleitfadens über die dienstbezogenen Kosten von AWS und Azure. Die Preismodelle von AWS und Azure variieren je nach den genutzten Diensten und der Nutzungsdauer. In unseren Blogbeiträgen erfahren Sie mehr über aktuelle Tools und Softwarelösungen.




