„Daten sind das neue Öl“ ist heute ein bekannter Ausdruck, der seinen Ursprung in einem 2017 veröffentlichten Artikel des Economist mit dem Titel „Die wertvollste Ressource der Welt ist nicht mehr Öl, sondern Daten“ hat. Das ist in der Tat wahr!
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass viele Unternehmen Daten heute als eines ihrer wichtigsten Vermögenswerte betrachten. Da Daten heute in den meisten Unternehmen eine so wichtige Rolle spielen, ist es umso wichtiger, sie gut zu verwalten.
Das bringt uns zum ganzheitlichen Ansatz für den Umgang damit, d. h. zur Datenverwaltung. Die weitere Verarbeitung von Daten und ihre Darstellung als strukturierte Fakten ergeben Informationen.
Und Informationen sind umso wichtiger, als sie bei wichtigen Entscheidungsprozessen innerhalb einer Organisation helfen.
Trotz dieser eindeutigen Unterscheidung zwischen Daten und Informationen herrscht nach wie vor die weit verbreitete Fehlannahme, dass Daten-Governance und Informations-Governance dasselbe sind.
Lassen Sie uns nun die einzelnen Konzepte näher betrachten.
Daten-Governance vs. Informations-Governance: Die beiden Konzepte verstehen
Was ist Data Governance?
Daten-Governance ist eine Kombination aus Prozessen, die gemeinsam auf die Integrität, Sicherheit und Verfügbarkeit von Daten abzielen.
Das grundlegende Ziel der Daten-Governance besteht darin, die zuverlässigsten Daten für weitere Vorgänge bereitzustellen.
Im Folgenden sind einige der wichtigsten Konzepte aufgeführt, die unter den Begriff Daten-Governance fallen.
- Datenarchitektur
- Datenspeicherung
- Datensicherheit
- Data Warehousing
- Stammdatenverwaltung
Und hier sind einige der wichtigsten Vorteile der Datenverwaltung:
- Datenqualität: Hochwertige Daten gewährleisten den reibungslosen Ablauf aller abhängigen Prozesse. Laut einem Bericht geben etwa 69 % der Unternehmen an, dass ungenaue Daten den Maßnahmen zur Verbesserung des Kundenerlebnisses abträglich sind.
- Einrichtung von Metadaten: Effektive Daten-Governance-Labels helfen bei der ordnungsgemäßen Trennung von Daten. Dies erleichtert später die Erkennung von Daten, wenn dies erforderlich ist.
- Datenherkunft: Daten-Governance liefert die genaue Herkunft von Daten, was bei der Rückverfolgung der Originaldaten und aller daran vorgenommenen Vorgänge hilft. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Sie den Zugriff auf Ihre Originaldaten verloren haben.
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Was ist Information Governance?
Informations-Governance ist ein strategischer Prozess, der Geschäftsrisiken und Speicherkosten minimiert und sicherstellt, dass alle erforderlichen Compliance-Vorgaben eingehalten werden.
Informations-Governance ist im Grunde genommen eine Obermenge der Daten-Governance und funktioniert eine Ebene darüber.
Wie kann Informations-Governance für Ihr Unternehmen von Vorteil sein?
- Umwandlung von Daten in Geschäftsinformationen: Mithilfe von Richtlinien zur Informationsverwaltung können Daten in wichtige Geschäftsinformationen umgewandelt werden, die bei der Entscheidungsfindung helfen.
- Gewährleistet Compliance: Die Erfassung von Informationen während eines Audits ist in der Regel ein mühsamer Prozess. Mit einer Informations-Governance werden jedoch alle Informationen Ihres Unternehmens so gespeichert, dass sie in späteren Phasen für den jeweiligen Zweck verfügbar sind.
- Senkt die Speicherkosten: Da mit einer Informations-Governance alle Informationen und Aufzeichnungen systematisch entsorgt oder archiviert werden, bleibt viel Speicherplatz frei.
Unterschied zwischen Daten und Informationen anhand einer tabellarischen Gegenüberstellung
| Datenverwaltung | Informations-Governance |
| Wie der Name schon sagt, befasst sich dieser Prozess mit der Verwaltung von Daten. | Wie der Name schon sagt, befasst sich dieser Prozess mit dem Management von Informationen. |
| Daten-Governance ist im Grunde genommen ein Teilbereich der Informations-Governance. | Informations-Governance ist im Grunde genommen eine Obermenge der Daten-Governance. |
| Komponenten: Datenarchitektur, Datenspeicherung, Datensicherheit und mehr. | Komponenten: Datensatzverwaltung, Datenverwaltung, Risikomanagement und mehr. |
| Frameworks: Collibra, Talend, Informatica und mehr. | Frameworks: CGOC IG-Referenzmodell, NHS IG-Toolkit, EDRM IG-Referenzmodell und mehr. |
| Tools: Datenwörterbuch, Metadaten-Repository, Tools zur Datenherkunft und mehr. | Tools: Aktenverwaltung, Bestandsaufnahme von Inhalten, Aufbewahrungs- und Entsorgungsmanagement und mehr. |
Fazit:
Für ein effektives Management von Daten und Informationen ist es unerlässlich, dass beide Konzepte eingehalten werden.
Die Datenverwaltung würde auf der unteren Ebene funktionieren, und die Informationsverwaltung würde darüber hinaus dafür sorgen, dass alle Geschäftsprozesse in Bezug auf Daten/Informationen reibungslos ablaufen.




