Am 16. Februar 2019 stellte Google auf der Münchner Sicherheitskonferenz ein Whitepaper vor, in dem erläutert wird, wie das Unternehmen gegen Desinformation in seinen verschiedenen Diensten vorgehen will. Dazu gehören Maßnahmen zur Bekämpfung von Fake News in Google News, der Google-Suche und auf YouTube sowie auf den Werbeplattformen des Unternehmens.
Google hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Problem anzugehen, darunter die Zusammenarbeit mit Netzwerken zur Überprüfung von Fakten und die Einführung der mit 300 Millionen Dollar dotierten Google News Initiative.
Was ist „Desinformation“ oder „Fake News“?
Desinformation hat verschiedene Bezeichnungen, darunter „Fake News“ und „Fehlinformationen“. Google definiert Desinformation in seinem Whitepaper wie folgt:
„Bewusste Bemühungen, unter Ausnutzung der Geschwindigkeit, Reichweite und Technologien des offenen Internets zu täuschen und in die Irre zu führen“
Die Akteure, die solche Handlungen begehen, verfolgen oft unterschiedliche Ziele, beispielsweise:
- Finanzielle Motive: Personen, die Desinformation ausschließlich zum Zweck der Gewinnerzielung betreiben.
- Politische Motive: Personen, die bestimmte Standpunkte in der Bevölkerung fördern oder Druck auf politische Prozesse ausüben wollen.
- Andere begehen solche Handlungen zu ihrem Vergnügen. Diese werden oft als „Trolle” oder Cybermobber bezeichnet.
Fake News: Wie will Google diese Situation angehen?
Auf hoher Ebene umfasst ihr System zur Bekämpfung von Fake News drei Strategien, die auf ihre Dienste zugeschnitten sind.
Qualität zählt
Darüber hinaus sammelt und bewertet Google Informationen mithilfe verschiedener „Ranking-Algorithmen“. Diese fördern keine bestimmten ideologischen Standpunkte der Personen, die sie entwickeln.
Böswilligen Akteuren entgegenwirken
Google hat Richtlinien entwickelt, in denen das verbotene Verhalten wie die falsche Darstellung der Eigentumsverhältnisse oder die Imitation anderer Kanäle auf YouTube dargelegt wird.
Daher beziehen sich diese Richtlinien auf Content-Ersteller, die versuchen, das Ranking-System zu täuschen.
Fake News: Mehr Kontext für Nutzer
Google verweist auf seine Wissens- und Informationsfelder in der Google-Suche und auf YouTube, um den Nutzern mehr Kontext zu den angezeigten Inhalten und deren Gründen zu bieten.
Die Produkte von Google bieten den Nutzern außerdem eine Vielzahl von Informationen, um ihnen unterschiedliche Sichtweisen aufzuzeigen. So wird sichergestellt, dass die Nutzer wissen, was sie genauer erkunden möchten.
Vorbereitung auf die Zukunft
Das Whitepaper geht auch auf wichtige Pläne für die Zukunft ein. Es heißt darin außerdem, dass die Verbesserung der Medienkompetenz dazu beitragen wird, das Problem der Fake News bei Google zu bekämpfen.
Darüber hinaus dürften die Bedrohungen im Zusammenhang mit demokratischen Wahlen zunehmen. Die Autoren erwähnen auch ihre Pläne, in Entwicklungsmaßnahmen zu investieren, um Taktiken wie synthetische Medien (Deep Fakes), die von böswilligen Akteuren eingesetzt werden könnten, einen Schritt voraus zu sein.
Mit seinem Whitepaper gibt Google eine Erklärung ab, in der es seine Rolle im Umgang mit Fake News im Internet klarstellt, indem es alle Informationen an einem Ort zusammenführt.




