Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich die Art und Weise, wie wir kommunizieren, in jeder Hinsicht weiterentwickelt. Vom Briefeschreiben zu Postkarten. Vom Telefonieren zum Versenden von Textnachrichten über Social-Media-Plattformen. Vom Videotelefonieren zum Chatten über private Messenger-Apps.
Doch trotz dieses Wandels haben wir alle ein Bedürfnis nach Privatsphäre bei unseren Gesprächen. Wir alle machen uns Gedanken über die Nachrichten, die wir über verschiedene Medien austauschen.
Wir alle haben Angst davor: Was, wenn jemand von den Gesprächen erfährt, die wir mit unseren Lieben geführt haben?
Und die beängstigendste aller Kommunikationsformen ist das „Schreiben von Textnachrichten“, da diese länger gespeichert bleiben. Man kann über einen längeren Zeitraum darauf zugreifen.
Jeden Tag schreiben wir Hunderte von Nachrichten über Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp.
WhatsApp ist der beliebteste und am häufigsten genutzte Messenger in Indien. Doch vor kurzem geriet WhatsApp wegen seiner neuen Datenschutzrichtlinie in die Kritik. Auch wenn das Unternehmen versichert, dass die Chats durchgehend verschlüsselt sind und weder es noch Facebook Zugriff auf die Informationen haben.
Viele WhatsApp-Nutzer sind zum privaten Messenger Signal gewechselt, da viele der Meinung sind, dass Signal Private Messenger aus Datenschutzgründen besser ist als WhatsApp. Er bietet nicht nur Verschlüsselung, sondern auch datenschutzorientierte Funktionen und sammelt nur minimale Nutzerdaten.
Lassen Sie uns kurz durchgehen, inwiefern Signal Private Messenger besser ist als WhatsApp.
Signal Private Messenger vs. WhatsApp Messenger
Warum ist Signal Private Messenger besser als WhatsApp?
Im Januar 2021 veröffentlichte WhatsApp eine neue Datenschutzrichtlinie mit der Auflage, diese entweder zu akzeptieren oder WhatsApp vom Smartphone zu löschen – andernfalls drohten Funktionseinschränkungen.
Die WhatsApp-Nutzer sind sehr besorgt über die neue Datenschutzrichtlinie von WhatsApp, da diese nicht besonders klar formuliert war und fälschlicherweise so interpretiert wurde, als würde WhatsApp sensible personenbezogene Daten der Nutzer an Facebook weitergeben.
Vor einigen Tagen erklärte ein Sprecher von Facebook zu den neuen Datenschutzbestimmungen, dass viele andere Unternehmen ähnliche Datenschutzrichtlinien anwenden und diese standardisiert seien.
In diesem Zusammenhang hat das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) im Mai 2021 ein zweites Schreiben an das zu Facebook gehörende Unternehmen WhatsApp gerichtet, in dem es die Rücknahme der neuen Datenschutzbestimmungen fordert und eine Frist von einer Woche für eine Antwort gesetzt hat.
Das Augenmerk richtete sich daraufhin auf den privaten Messenger Signal. Telegram ist die andere viel diskutierte Messaging-App, doch Signal hat viele Nutzer gewonnen und verzeichnet eine vergleichsweise höhere Anzahl an Downloads im Apple App Store und im Android Play Store.
Signal verfügt im Vergleich zu WhatsApp über ähnliche Funktionen, bietet jedoch durch Merkmale wie End-to-End-Verschlüsselung, eine geringere Datenerfassung und die Speicherung von Nachrichten ausschließlich auf dem Gerät und nicht in der Cloud eine bessere Alternative für WhatsApp-Nutzer, die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes haben.
Vergleich der Funktionen von WhatsApp und Signal
Verschlüsselung
Zwar verfügt WhatsApp über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, doch sammelt die App sensible private Daten der Nutzer und gibt diese an Facebook weiter; zudem droht sie mit eingeschränkter Funktionalität, wenn die Datenschutzrichtlinien nicht akzeptiert werden.
Signal wird als „die echte verschlüsselte Messaging-App“ bezeichnet, da sie weniger Daten sammelt und die Chats Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind.
Screenshots
Andere können Screenshots von deinen Unterhaltungen auf WhatsApp machen.
Um deine Chats auf Signal zu schützen und zu verhindern, dass jemand Screenshots deiner Nachrichten macht, gibt es eine Funktion namens „Bildschirmschutz“ > „Screenshots blockieren“ in der Liste der zuletzt verwendeten Apps und innerhalb der App (deaktivieren).
Erfasste Daten
WhatsApp erfasst Daten wie Kaufhistorie, Zahlungsinformationen, Standortdaten, Kontakte, Telefonnummern, E-Mail-Adressen usw. von den Nutzern.
Signal hingegen erfasst lediglich Ihre Telefonnummer.
Speicherung von Nachrichten
In WhatsApp können Nachrichten mithilfe der Backup-Option gespeichert und von einem Speichermedium wiederhergestellt werden, wenn Sie ein neues Smartphone erhalten.
Bei Signal hingegen können Nachrichten nicht in der Cloud oder auf einem Speichermedium gespeichert werden, sondern nur in einem lokalen Backup.
Option „Inkognito-Modus“ für die Tastatur
In WhatsApp gibt es keine integrierte Option für eine Inkognito-Tastatur.
In Signal hingegen kannst du die Inkognito-Tastatur über die Option „Inkognito-Tastatur“ > „Tastatur anfordern“ aktivieren, um das personalisierte Lernen zu deaktivieren (ausschalten).
Das Highlight
Bei WhatsApp gibt es keine solche Funktion zum Schutz der Absenderdaten.
Bei Signal hingegen kann man die Absenderdaten mithilfe der Funktion „Sealed Sender“ schützen. Diese verschlüsselt sowohl die Nachrichten als auch die Identität des Absenders.
Inwiefern ist Signal in Bezug auf Datenschutzbedenken besser als WhatsApp?
Werfen wir einen kurzen Blick auf den Vergleich der Datenschutzfunktionen beider Apps.
Bildschirmsicherheit
Signal bietet diese Funktion an, um zu verhindern, dass jemand Screenshots von den Chats macht. Man kann diese Funktion aktivieren, indem man zu „Einstellungen“ > „Datenschutz“ > „Bildschirmschutz“ navigiert. Man kann zwar weiterhin Fotos vom Bildschirm machen, dennoch ist der Bildschirmschutz eine nützliche Funktion.
In WhatsApp gibt es eine solche Funktion jedoch nicht.
Incognito-Tastatur
Dies ist eine tolle Funktion in Signal, mit der du verhindern kannst, dass deine Tastatur das, was du tippst, speichert. Du kannst diese Funktion aktivieren, indem du zu „Einstellungen“ > „Datenschutz“ > „Inkognito-Tastatur aktivieren“ gehst.
Die App überprüft deine Tastatureingaben, um daraus zu lernen. So kann die Tastatur nichts in ihrem Wörterbuch speichern, was später beim Tippen die Autovervollständigung oder Vorschläge blockiert.
In WhatsApp gibt es eine solche Funktion jedoch nicht.
Bildschirmsperre
Damit können Nutzer Signal mit einer Fingerabdrucksperre sichern – eine Funktion, die der in WhatsApp ähnelt. Eingehende Anrufe und Nachrichten werden dadurch nicht blockiert, und Nutzer können über das Benachrichtigungsfeld darauf reagieren.
Lesebestätigungen
Diese Funktion bei Signal ähnelt der von WhatsApp. Damit kannst du Lesebestätigungen aktivieren oder deaktivieren. So erfährst du, ob jemand deine Nachrichten gesehen hat oder nicht. Außerdem werden dadurch die Schreibanzeigen bei Textnachrichten in Signal deaktiviert.
Datenschutz bei Gruppeneinladungen
Wenn du bei Signal eine Gruppe erstellst, kannst du im Gegensatz zu WhatsApp nicht alle deine Freunde hinzufügen. Sobald du den Namen der Person eingibst, die du zur Gruppe hinzufügen möchtest, sendet Signal einen Link, über den dein Freund der Gruppe beitreten kann.
Bei WhatsApp ist dies nur möglich, wenn du die Einstellung für die Gruppenmitglieder auf „MEINE KONTAKTE AUSSER“ änderst. Bei WhatsApp kannst du die Gruppen-Einladungen auf „Jeder“, „Meine Kontakte“ und „Meine Kontakte außer“ einstellen.
Fazit
Aus den obigen Ausführungen geht klar hervor, dass Signal in puncto Datenschutz besser ist als WhatsApp. Man kann bei Signal alle Funktionen von WhatsApp nutzen und erhält zudem einige bessere Optionen für die Datensicherheit.
Bei WhatsApp gibt es zwar einige Funktionen wie den Profil-Datenschutz, den „Zuletzt online“-Datenschutz und den Status-Datenschutz, die gute Optionen für die Datensicherheit darstellen – aber was ist, wenn das Unternehmen selbst die Daten der Nutzer sammelt?
Im Fall von Signal wird lediglich Ihre Telefonnummer erfasst. Es lässt sich nicht sagen, welcher der beiden Messenger in Bezug auf die angebotenen praktischen Funktionen besser ist. Aber in Sachen Datensicherheit ist Signal definitiv überlegen.
Angesichts der heftigen Kritik an der neuen Datenschutzrichtlinie von WhatsApp stellt sich die Frage: Ist es an der Zeit, von WhatsApp zum privaten Messenger Signal zu wechseln? Entscheiden Sie selbst.




